Veranstaltungsreihen

Melange e. V. in Haus Wenge

Melange e. V. in Haus Wenge

Im Rahmen einer Partnerschaft bietet der Melange e. V. Dortmund jetzt auch Veranstaltungen in Haus Wenge an.

  • Veranstaltungsort: Wenge Lanstrop e. V., Alekestr. 4, 44329 Dortmund
  • Anmeldungen unter: [email protected].
  • Eintritt für alle Veranstaltungen: 15,- Euro p.P.

Fr, 23.10.2026, 19.00 Uhr
Mir ist komisch. – Dann lach doch!
Ein Live-Hörbuch mit Kabarett und Musik von Leslie Sternenfeld

„Ist der zu Hause auch so?“, wird Leslies Frau oft gefragt. „Ja, ganz komisch“, seufzt sie dann immer. „Und er stellt so komische Fragen.“ – Kann gesundes Frühstück ungesund sein? Und warum morgens? Muss man Fußballtrikots waschen – auch wenn sie einem stinken? Wenn jemand nicht aus der Drehtür herausfindet – läuft’s dann im Leben für ihn rund?
Große Themen brauchen weder ideologisches Denken noch phrasenzerfranste Sprache. Sie benötigen phantastische Antworten und himmlischen Irrsinn. Leslie Sternenfeld fällt in seinem kabarettistischen Live-Hörbuch immer wieder mit dem Alltag aus allen Wolken und landet gern im Himmel auf Erden: Könnte die Welt nicht auch ganz anders sein oder werden? Vielleicht war sie es immer schon. Witzig-schräge Geschichten und Lieder entlarven den geraden Weg als Irrweg.
Leslie Sternenfeld lebt als Musik-Kabarettist und Satiriker in Witten. Er studierte Schlagzeug, Klavier, Komposition sowie Chor- und Orchesterleitung und beherrscht diverse Instrumente, komponiert, arrangiert und inszeniert. Seit 2016 ist er künstlerischer Leiter von „Kultur auffem Hügel“ in Witten. Er steht als Solist mit phantastischem Musikkabarett auf der Bühne, aber auch in musikalisch-humoristischen Ensembles wie Luna und Latüchte, Partnerlausch, Twin Peak und Sternenkeim. Und er schreibt Geschichten: 2025 erschien sein erstes Buch beim OCM-Verlag, Dortmund.
Fr, 13.11.2026, 19.00 Uhr
„Dass ich nicht lache“. Ephraim Kishon
mit Kriszti Kiss

„Es bleibt nichts anderes. Nur Lachen. Jemand, der lacht, ist nicht besiegt. So lange ich lachen kann, bin ich ein Mensch mit Ehre…“ Gestützt auf diese Erkenntnis nimmt der „Weltmeister der Satire“ Ephraim Kishon sowohl den Alltag als auch die Abgründe menschlicher Existenz lächelnd aufs Korn. Ephraim Kishon (1924-2005), ein Israeli ungarischer Herkunft, zählt zu den bedeutendsten Satirikern des 20. Jahrhunderts. Die humoristische Darstellung der israelischen Alltagsrealität und seines Familienlebens war seine Spezialität. Er schrieb zumeist Kurzgeschichten, aber auch Theaterstücke und Drehbücher, arbeitete in Israel und in der Schweiz. Respektlose Situationskomik, hintergründige Ironie und ein scharfer Blick für die kleinen menschlichen Schwächen gehen bei Kishon eine unvergleichliche Mischung ein, die ihn als Humoristen von hohem Rang ausweist.
„In dem ihr wie auch Kishon eigenen ungarischen Akzent wechselt Kiss mit ausgeprägter Mimik und Intonation mühelos die Rollen und bringt Satire und Humor Kishons anschaulich auf die Bühne. Dabei sind es weniger die bekannten Geschichten, die die gelernte Schauspielerin vorträgt. Ihr geht es um die hintergründigen Geschichten, die Einblicke geben in die Besonderheit des jüdischen Humoristen, der sich und das israelische Lebensgefühl in zahlreichen Alltagssituationen drastisch überspitzt und ad absurdum führt“ (Ruhrnachrichten, Dortmund).
Kriszti Kiss erhielt ihr Schauspiel-Diplom an der renommierten Staatlichen Hochschule für Schauspielkünste in Budapest, ihrer Heimatstadt. Sie lebt seit mehr als dreißig Jahren in Dortmund und arbeitet seither als Schauspielerin an vielen namhaften Bühnen, in freien Produktionen sowie als Kabarettistin und Chansonsängerin.

Fr, 18.12.2026, 19.00 Uhr
(K)einmal werden wir noch wach! Böse Lieder und Geschichten
mit Thomas Eicher (Text) und Bastian Kopp (Gesang, Klavier)

Auch an Weihnachten ist nicht alles Gold, was glänzt. Zwischen Tannengrün und Lametta drohen Pech und Pannen, Tod und Teufel – so will es wenigstens die Satire: Von der „Weihnachtsschimpfe“ über den „Weihnachtsmann auf der Reeperbahn“ bis hin zum Amoklauf auf dem Weihnachtsmarkt bieten Bastian Kopp und Thomas Eicher einiges auf, um die schwarzen Seiten des frohen Festes hervorzukehren. Sogar die weihnachtliche Lesung selbst wird zum Thema: als desaströses Erlebnis des Vorlesers. Aber keine Angst – am Ende sorgen doch wenigstens Bücher für Entspannung: „Wer vor Weihnachten in der Stimmung ist, sich etwas vorlesen zu lassen, der beginnt nach Heiligabend mit der Lektüre jener Bücher, die er auf dem Gabentisch gefunden hat. Nachrichten, die behaupten, dass während der Festtage die Gewalt in Ehen und Familien zunimmt, treffen nur zum Teil zu. Denn Leser haben gar keine Zeit, sich mit Partnern oder Familienangehörigen auseinanderzusetzen, schon gar nicht handgreiflich.“
Thomas Eicher (geb. 1963) lebt in Dortmund. Er arbeitet als Moderator, Rezitator und Kulturmanager. Seit 2004 ist er Geschäftsführer von Melange e.V. Der promovierte Literaturwissenschaftler hat Erzählungen, Fachbücher und Anthologien publiziert.
Bastian Kopp (geb. 1975) lebt in Düsseldorf. Er arbeitet seit Jahren freischaffend als Pianist, Liedbegleiter, Komponist und Sänger. Besonders als Interpret von Liedern Georg Kreislers hat er sich einen Namen gemacht.

Fr, 29.1.2027, 19.00 Uhr
„Ring of Fire“ – Johnny Cash
mit Klaus Grabenhorst (Gesang und Gitarre)

Johnny Cash (1932-2003), einflussreicher Country-Sänger, Songschreiber und Schauspieler, war bekannt für seine kritischen und unkonventionellen Texte. Er erreichte mit 13 Singles Platz eins der amerikanischen Country-Charts, hatte aber keine Berührungsängste, was das Genre anging. Sein musikalisches Spektrum reicht von Country, Gospel, Rockabilly, Blues, Folk und Pop bis hin zum Alternative Country. Er schrieb etwa 500 Songs, verkaufte mehr als 90 Millionen Tonträger und wurde mit 13 Grammy Awards ausgezeichnet. Für Bob Dylan war er „der Polarstern“
Allzu gradlinig hat Johnny Cash nie gelebt, aber wie kein anderer wurde er zur Stimme Amerikas. In die Country Hall of Fame wurde er ebenso aufgenommen wie in die Rock’n’Roll Hall of Fame. „Wenn Amerika als Nation sprechen könnte“, so schrieb das britische Magazin „Time Out“, „sie würde sich anhören wie Johnny Cash“. Mit vielen Liedern, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch gesungen, aber auch mit Geschichten zu ihrer Entstehung und den historischen Hintergründen nähert sich Klaus Grabenhorst diesem Jahrhundertsänger an. Mit dabei Hits wie „Fosom Prison Blues“, „Ring of Fire“ und „Der Mann in Schwarz“. Seit über 40 Jahren ist Klaus Grabenhorst unterwegs als Erzählkünstler, Schauspieler und Sänger: Tourneen führten ihn für das Goethe-Institut in die Türkei, er spielte im TAT-Frankfurt, und im russischen Fernsehen war er aus dem Wachtangow-Theater in Moskau bis nach Wladiwostock zu hören.

Fr, 5.3.2027, 19.00 Uhr
Trump – Liegt es in der Familie?
Helmut Thiele liest aus André Georgis Romanbiografie

Donald Trump behauptete lange, dass seine Ahnen aus Schweden eingewandert seien. Heute ist klar: Sein Großvater, ein Friseur aus Kallstadt in der Pfalz, ging schon früh nach New York, von wo es ihn bald in den Westen verschlug. Als Gastronom und Bordellbetreiber zog er mit dem Goldrausch weit nach Norden, bevor er als vermögender Mann nach Deutschland zurückkehrte, um eine Ehefrau zu suchen. Trotz seines – durch dubiose Machenschaften erworbenen – Reichtums wurde ihm als angeblich Fahnenflüchtigem die deutsche Staatsbürgerschaft verweigert. Er kehrte mit seiner Familie nach New York zurück, wo er sein Geld in Immobilien anlegte, die den Grundstock des Vermögens seiner Familie legen sollten. Er starb an der Spanischen Grippe. Sein Enkel sorgte schließlich dafür, dass der Name Trump heute in Deutschland in aller Munde ist.
André Georgi, Roman- und Drehbuchautor für Film und Fernsehen, hat Frederick Trump eine spannende Romanbiografie gewidmet – akribisch recherchiert, vielschichtig, fesselnd. Aus gesundheitlichen Gründen hat er die Vorleserechte aus diesem Buch an Helmut Thiele übertragen. Erleben Sie eine packende Geschichte aus dem wilden Westen, dazu Hintergründe und historische Einordnungen.Helmut Thiele erhielt nach seinem Schauspiel- und Gesangsstudium in Wien sein erstes Engagement am Landestheater Linz, dem weitere langjährige Engagements in Coburg, Osnabrück und am Celler Schlosstheater folgten. Seit 2002 ist er freischaffender Schauspieler mit zahlreichen internationalen Verpflichtungen. Neben verschiedenen Fernseh-Rollen (u.a. im „Schwejk“) Gastspiele am Stadttheater Bremen, am Staatstheater Kassel, in Den Haag, in Twer (GUS) und in Moskau.

Fr, 2.4.2027, 19.00 Uhr
Der Vogel, scheint mir, hat Humor. Wilhelm Busch
Mit Michael Dreesen

Wer kennt ihn nicht, den Schöpfer der Bildergeschichten „Max und Moritz“, „Hans Huckebein“ oder „Die fromme Helene“? Die Fangemeinde von Wilhelm Busch (1832-1908) ist so groß wie seine bis heute ungebrochene Beliebtheit bei Jung und Alt. Sentimental und grotesk zugleich geht es in den Texten von Wilhelm Busch zu – ein schier unerschöpfliches Arsenal an Sprachwitz und Pointenreichtum, gepaart mit Anflügen von Nachdenklichkeit – eine dankbare Aufgabe für den Interpreten. Michael Dreesen präsentiert ein frei vorgetragenes Programm mit Gedichten und Monologen des Humoristen Wilhelm Busch. Michael Dreesen (geb. 1972 in Essen) lebt in Ingelheim. 1995-1998 absolvierte er seine Ausbildung in Mainz. Es folgten u.a. Engagements in Lübeck, Karlsruhe, Mainz und Heilbronn – zuletzt 2004-2010 am Landestheater Schleswig-Holstein – seitdem Mitarbeit an verschiedenen freien Produktionen und Solo-Auftritte.

Fr., 4.6.2027, 19:00 Uhr

„Mein lieber Scholli!“ – Ein Tegtmeier-Abend
Mit Carsten Bülow

„Mein lieber Scholli!“ – ein Programm zu Ehren des großen Ruhrgebietskomikers, Kabarettisten, Schauspielers und Autors Jürgen von Manger. Seine Kultfigur Adolf Tegtmeier verkörpert Bülow wie kaum ein anderer. Auch wenn er ihm nicht annähernd ähnlich sieht. Bülow verzichtet auf eine Maske – nur die charakteristische Kappe ist für ihn nicht weg zu denken.
Lassen Sie sich diesen kurzweiligen Abend mit unvergleichlich schnoddrigem Charme nicht entgehen. Zu hören sind Klassiker wie: „Die Sexualaufklärung“, „Die Verlobungsrede“, „Der Schwiegermuttermörder“ und „Die große Westernstory“. Zudem erfährt das Publikum auch etwas über den Schauspieler Jürgen von Manger, der eigentlich eine klassische Theaterkarriere hinter sich hatte, bevor er zum Tegtmeier wurde. Natürlich wird auch gesungen, denn ein Tegtmeier-Abend“ ohne „Bottroper Bier“ ist nicht denkbar.
Carsten Bülow, geb. 1963, lebt in Dortmund. Seit seiner Schulzeit spielt er Theater. Nach 10 Jahren am Stadttheater Dortmund arbeitet er seit 2010 als freier Schauspieler, Rezitator Moderator und Synchronsprecher. Er wirkte an zahlreichen Produktionen mit, u.a. an der Oper Wuppertal, im Theater Fletsch Bizzl oder auf der MS Europa. Er gilt als Spezialist für klassische Texte mit bislang etwa 1000 Lesungen.