Veranstaltungsreihen

Melange e. V. in Haus Wenge

Melange e. V. in Haus Wenge

Im Rahmen einer Partnerschaft bietet der Melange e. V. Dortmund ab August auch Veranstaltungen in Haus Wenge an.

Veranstaltungsort und Vorverkauf: Haus Wenge Lanstrop e.V., Alekestr. 4, 44329 Dortmund, Tel: 0231/42786898 oder [email protected].
Eintritt für alle Veranstaltungen: 15,- Euro

Fr, 21.8.2026, 19.00 Uhr
Ritter, Reime und Romanzen
Ein Heinz Erhardt-Abend mit Stefan Keim

„Alles im Leben geht natürlich zu. Nur meine Hose geht natürlich nicht zu.“ Kaum einer verstand sich so auf das selbstironische Spiel mit der deutschen Sprache wie Heinz Erhardt. Das Komikeridol der Wirtschaftswunderzeit war nie verletzend. Sein Humor blieb immer menschenfreundlich, und wenn er mal schwarze Töne anschlug, geschah das mit einem Augenzwinkern.
Stefan Keim bringt den 1979 verstorbenen Erhardt zurück ins Bühnenleben. In „Ritter, Reime und Romanzen“ sind die berühmten Klassikerparodien wie Goethes „König Erl“ oder Schillers „Apfelschuss“ ebenso zu hören wie lockere, wortwitzige Plaudereien. Sogar eine ganze Oper, Heinz Erhardts Version der „Carmen“, bleibt dem Publikum nicht vorenthalten.
Keim verwandelt sich stimmlich und optisch in Heinz Erhardt und singt auch einige der bekanntesten Chansons wie „Fräulein Mabel“ und „Linkes Auge blau“. Der Abend soll nicht nur den Menschen und Komiker Heinz Erhardt auferstehen lassen, sondern seine spezielle Sprachakrobatik fortführen, die Kunst des Kalauers für unsere heutige Zeit weiterdenken. Schließlich war Heinz Erhardt – mit heutigen Worten beschrieben – der erste deutsche Standup-Comedian.
„Stefan Keim riskierte, stets mit einem charmanten Lächeln, auch eine dicke Lippe. Mit seiner frechen, beinahe spitzbübischen Art sorgte er für Lachtränen im Publikum. Eines steht fest: Der verstorbene Komiker wäre von Keims Melange-Abend begeistert gewesen“ (Westfalenpost, Hohenlimburg).
Stefan Keim ist Autor, Journalist, Moderator und Schauspieler. Seine kabarettistischen Auftritte führten ihn zu über hundert verschiedene Kleinkunst-Bühnen im gesamten Bundesgebiet.


Fr, 23.10.2026, 19.00 Uhr
Mir ist komisch. – Dann lach doch!
Ein Live-Hörbuch mit Kabarett und Musik von Leslie Sternenfeld

„Ist der zu Hause auch so?“, wird Leslies Frau oft gefragt. „Ja, ganz komisch“, seufzt sie dann immer. „Und er stellt so komische Fragen.“ – Kann gesundes Frühstück ungesund sein? Und warum morgens? Muss man Fußballtrikots waschen – auch wenn sie einem stinken? Wenn jemand nicht aus der Drehtür herausfindet – läuft’s dann im Leben für ihn rund?
Große Themen brauchen weder ideologisches Denken noch phrasenzerfranste Sprache. Sie benötigen phantastische Antworten und himmlischen Irrsinn. Leslie Sternenfeld fällt in seinem kabarettistischen Live-Hörbuch immer wieder mit dem Alltag aus allen Wolken und landet gern im Himmel auf Erden: Könnte die Welt nicht auch ganz anders sein oder werden? Vielleicht war sie es immer schon. Witzig-schräge Geschichten und Lieder entlarven den geraden Weg als Irrweg.
Leslie Sternenfeld lebt als Musik-Kabarettist und Satiriker in Witten. Er studierte Schlagzeug, Klavier, Komposition sowie Chor- und Orchesterleitung und beherrscht diverse Instrumente, komponiert, arrangiert und inszeniert. Seit 2016 ist er künstlerischer Leiter von „Kultur auffem Hügel“ in Witten. Er steht als Solist mit phantastischem Musikkabarett auf der Bühne, aber auch in musikalisch-humoristischen Ensembles wie Luna und Latüchte, Partnerlausch, Twin Peak und Sternenkeim. Und er schreibt Geschichten: 2025 erschien sein erstes Buch beim OCM-Verlag, Dortmund.

Fr, 13.11.2026, 19.00 Uhr
„Dass ich nicht lache“. Ephraim Kishon
mit Kriszti Kiss

„Es bleibt nichts anderes. Nur Lachen. Jemand, der lacht, ist nicht besiegt. So lange ich lachen kann, bin ich ein Mensch mit Ehre…“ Gestützt auf diese Erkenntnis nimmt der „Weltmeister der Satire“ Ephraim Kishon sowohl den Alltag als auch die Abgründe menschlicher Existenz lächelnd aufs Korn. Ephraim Kishon (1924-2005), ein Israeli ungarischer Herkunft, zählt zu den bedeutendsten Satirikern des 20. Jahrhunderts. Die humoristische Darstellung der israelischen Alltagsrealität und seines Familienlebens war seine Spezialität. Er schrieb zumeist Kurzgeschichten, aber auch Theaterstücke und Drehbücher, arbeitete in Israel und in der Schweiz. Respektlose Situationskomik, hintergründige Ironie und ein scharfer Blick für die kleinen menschlichen Schwächen gehen bei Kishon eine unvergleichliche Mischung ein, die ihn als Humoristen von hohem Rang ausweist.
„In dem ihr wie auch Kishon eigenen ungarischen Akzent wechselt Kiss mit ausgeprägter Mimik und Intonation mühelos die Rollen und bringt Satire und Humor Kishons anschaulich auf die Bühne. Dabei sind es weniger die bekannten Geschichten, die die gelernte Schauspielerin vorträgt. Ihr geht es um die hintergründigen Geschichten, die Einblicke geben in die Besonderheit des jüdischen Humoristen, der sich und das israelische Lebensgefühl in zahlreichen Alltagssituationen drastisch überspitzt und ad absurdum führt“ (Ruhrnachrichten, Dortmund).
Kriszti Kiss erhielt ihr Schauspiel-Diplom an der renommierten Staatlichen Hochschule für Schauspielkünste in Budapest, ihrer Heimatstadt. Sie lebt seit mehr als dreißig Jahren in Dortmund und arbeitet seither als Schauspielerin an vielen namhaften Bühnen, in freien Produktionen sowie als Kabarettistin und Chansonsängerin.

Fr, 18.12.2026, 19.00 Uhr
(K)einmal werden wir noch wach! Böse Lieder und Geschichten
mit Thomas Eicher (Text) und Bastian Kopp (Gesang, Klavier)

Auch an Weihnachten ist nicht alles Gold, was glänzt. Zwischen Tannengrün und Lametta drohen Pech und Pannen, Tod und Teufel – so will es wenigstens die Satire: Von der „Weihnachtsschimpfe“ über den „Weihnachtsmann auf der Reeperbahn“ bis hin zum Amoklauf auf dem Weihnachtsmarkt bieten Bastian Kopp und Thomas Eicher einiges auf, um die schwarzen Seiten des frohen Festes hervorzukehren. Sogar die weihnachtliche Lesung selbst wird zum Thema: als desaströses Erlebnis des Vorlesers. Aber keine Angst – am Ende sorgen doch wenigstens Bücher für Entspannung: „Wer vor Weihnachten in der Stimmung ist, sich etwas vorlesen zu lassen, der beginnt nach Heiligabend mit der Lektüre jener Bücher, die er auf dem Gabentisch gefunden hat. Nachrichten, die behaupten, dass während der Festtage die Gewalt in Ehen und Familien zunimmt, treffen nur zum Teil zu. Denn Leser haben gar keine Zeit, sich mit Partnern oder Familienangehörigen auseinanderzusetzen, schon gar nicht handgreiflich.“
Thomas Eicher (geb. 1963) lebt in Dortmund. Er arbeitet als Moderator, Rezitator und Kulturmanager. Seit 2004 ist er Geschäftsführer von Melange e.V. Der promovierte Literaturwissenschaftler hat Erzählungen, Fachbücher und Anthologien publiziert.
Bastian Kopp (geb. 1975) lebt in Düsseldorf. Er arbeitet seit Jahren freischaffend als Pianist, Liedbegleiter, Komponist und Sänger. Besonders als Interpret von Liedern Georg Kreislers hat er sich einen Namen gemacht.