Rückblick

Nigeria In & Out – Neue Wenge-Ausstellung begeistert Gäste

Nigeria In & Out – Neue Wenge-Ausstellung begeistert Gäste

Es war keine ganz leichte Vorbereitung für den Dortmunder Schauspieler und Künstler Jubril Sulaimon um, zusammen mit dem Ausstellungsteam von Haus Wenge, die Ausstellung „Nigeria In & Out“ zu realisieren. Am Ende musste er noch kurzerhand selbst in sein Heimatland Nigeria reisen, um einige Exponate nach Deutschland zu bringen und dort noch zu rahmen.

Wie viel Herzblut Jubril Sulaimon, der in Ajegunle, Lagos/Nigeria, geboren wurde, in dieses Projekt gesteckt hatte, wurde jetzt bei der Vernissage im Haus Wenge deutlich.

Bei seiner Begrüßung der zahlreichen Gäste erklärte er auch den Titel der Ausstellung „Nigeria In & Out“. Es sollen verschiedene nigerianische künstlerische Positionen im Haus Wenge gezeigt werden.

Es geht dabei um das vielleicht bekannte Nigeria – eben IN – und die unbekannten Facetten des Landes, die eben noch OUT sind. Die Ausstellung „Nigeria In & Out“ steht für Offenheit, Vielseitigkeit und kulturellen Austausch und stellt damit eine bedeutende Bereicherung für die lokale und internationale Kunstszene dar.

Bürgermeisterin Britta Gövert fand bei ihrem Grußwort dann auch viele lobende Worte über die Ausstellung, aber auch für das gesamte Wengeprojekt, dass es immer wieder schafft, spannende Kunstausstellungen in Lanstrop zu realisieren.

Seit einigen Jahren arbeitet Jubril Sulaimon mit dem bekannten TV-Star Martin Brambach zusammen und der ließ es sich dann auch nicht nehmen, die Schirmherrschaft zur Ausstellung und die fachliche Einleitung zu übernehmen.

Von links: Susanne Henning (Kulturbüro der Stadt Dortmund), Günter Hagenhoff (1. Vorsitzender Haus Wenge Lanstrop e. V.)  Bürgermeisterin Britta Gövert, Martin Brambach und der Organisator und Kurator der Ausstellung Jubril Sulaimon.

Der Auftritt von Jubril Sulaimon mit dem, von ihm gegründeten, afrikanischen Tanz- und Theaterensemble „Jubril Sulaimon und AIPO“ begeisterte dann bei wunderbarem Wetter die Gäste.

Mit Musik, Tanz und Akrobatik wurde der Wengehof zu einem Teil von Afrika.

Im Mittelpunkt des offenen Haus Wenge standen dann aber die 45 beeindruckenden Werke von Moshood Adekunle, Ester Aydodeji Emmanuel und Akeem Adeke.

Martin Brambachs Ehefrau, die österreichische Schauspielerin Christine Sommer hatte sich dann auch schnell in Adekunles Bild des jungen Mädchens mit einem kleinen Vogel auf der Schulter – „Shh, it´s a secret“ – verliebt.

Die vielen Gespräche, die Begegnungen der Kulturen und das lecker angerichtete afrikanische Fingerfood sorgten für eine Vernissage, die schöner nicht hätte verlaufen können.

Da waren dann auch schnell die Hindernisse, die man im Vorfeld überwinden musste, vergessen.

Matthias Hüppe, vom Wengeausstellungsteam, dazu: „An einem nicht ganz einfachen Wahltag in Deutschland, war das heute ein Ausrufezeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz.“

Die Ausstellung kann man noch bis Ende Oktober während der Wenge-Veranstaltungen oder beim Cafebetrieb an den Sonntagen besuchen. Natürlich auch von 11 – 17 Uhr am Tag des offenen Denkmals am 13. September.