Nach „Ich gebe auf*irgendwann“, dem Programm, mit dem Mona Maijs 2024 in Wenge erstmals auftrat, jetzt also die Fortsetzung nach der Babypause mit „Keine Sorge, das geht vorbei!“
Drei Jahre Schlafmangel, täglich 22 Wutattacken von zwei Söhnen und ein daraus resultierender beidseitiger Tinnitus hätten Mona Maijs verzweifeln lassen können. Haben sie auch. Aber keine Sorge, das geht vorbei.
Das Programm stand schon 2025 im Wenge-Kalender, musste aber leider kurz vor dem Start krankheitsbedingt abgesagt werden. Jetzt durfte der komplett ausgebuchte kleine Saal von Haus Wenge die volle Power einer Mona Maijs nach einem fünfwöchigen Urlaub in Vietnam erleben.

In humorvollen, ironischen und intimen Texten nahm die Poetry-Poetin ihr Publikum mit in ihre Welt als lesbische Mom.

Darin spielten nicht nur ihre beiden Söhne eine Rolle, sondern auch vorsintflutliche Familiengesetze, die Spenderfrage, ein Fernseher, der nur noch mit Untertiteln läuft, und die Enttäuschung darüber, dass auf Kita-Elternabenden nicht geknutscht wird.

Aber die Dortmunderin, mit bayrischen Wurzeln, beherrscht auch die ganz leisen Töne, wenn Sie zum Beispiel Beiträge vorträgt, die ihrer verstorbenen Mutter gewidmet sind. Eins steht allerdings wohl schon fest. Ein neues Programm, bei dem sich alles um drei Kinder dreht, wird es voraussichtlich nicht geben.
Bilder: Matthias Hüppe















