Rückblick

Jazz in Wenge mit brasilianischen Klängen

Jazz in Wenge mit brasilianischen Klängen

Das Format „Jazz in Wenge“ lebt auch von der Vielseitigkeit der Musik und der Künstler und Künstlerinnen. Das wurde auch jetzt wieder beim Juni-Konzert der Reihe deutlich.

Unter dem Titel „Brazilian Jazz“ hatte der musikalische Leiter des Formats, Jan Bierther, den erstklassigen Gitarristen João Luís eingeladen. Sein außergewöhnlich ergreifender Klang und seine verblüffende Flexibilität begeisterten die Wengegäste.

João Luís ist aber auch ein begnadeter Komponist, der brasilianische Musik, Klassik und Jazz kunstvoll und formvollendet miteinander zu verbinden weiß. Geboren in Minas Gerais, einem südöstlich gelegenen Bundesstaat Brasiliens, und aufgewachsen in Rio de Janeiro, begann er im Alter von 6 Jahren mit dem Gitarrenspiel.

Schon als zehnjähriger verschmolz João Luis in seinen Kompositionen musikalische Universen: Die ländliche Welt von Minas Gerais und die urbane Musik der Metropole Rio de Janeiro waren dem Nachwuchstalent neben weiteren Stilrichtungen bereits immanent vertraut.

2002 erhielt er den Preis für den besten jungen Instrumentalisten beim renommierten Musikwettbewerb BDMG Cultural (Brasilien). Nachdem er seinen Kurs für klassische Gitarre bei Dr.Prof. Guilherme Vincens abgeschlossen hatte, spielte und koproduzierte er das Werk „Brasiliando“ der Sängerin Júlia Ribas, das von der Zeitung „O Globo“ als bestes brasilianisches Album des Jahres 2005 ausgezeichnet wurde.

2007 zog es den Musiker und Komponisten zum Studium der Jazzgitarre nach Deutschland, wo er an der Folkwang Universität in Essen sein Diplom erhielt. Seitdem genießt João Luís eine solide Karriere in Europa, und über Europas Grenzen hinaus.

Der Ausnahmegitarrist wurde, neben Jan Bierther an der Gitarre, an diesem Abend von André Caires am Bass und Carl Zinsius am Schlagzeug begleitet.

Zum Schluss hielt es den ausverkauften kleinen Wengesaal nicht mehr auf den Stühlen. Mit Standing Ovations wurden die vier tollen Musiker, nach der letzten Zugabe, gefeiert. „ Das war zum Heulen schön!“ war dann nur eine, der vielen positiven Reaktionen.

Am Ende, nach dem aufgeräumt war, stand dann wieder die kleine Tradition, dass Künstler und der Wenge-Support, den Abend gemeinsam mit einem Absacker ausklingen lassen. Vorher stand wieder der Eintrag der Künstler ins Wenge-Gästebuch.

Der Großteil der tollen Bilder stammt, wie so oft, von unserem Wenge-Fotographen Dirk Reischl (hier bei der Arbeit aus erhöhter Position).

Als Open-Air-Konzerte im Wengevorhof sind die nächsten beindenKonzerte der Reihe „Jazz in Wenge“, am 08. Juli mit den Firefighters und am 26. August mit Gaststar Michael Antony Austin geplant. Auch dazu bittet der Haus Wenge Lanstrop e. V. um Anmeldungen.