Rückblick

Literatur in Wenge – …und Gott schuf die Tiere

Literatur in Wenge – …und Gott schuf die Tiere

Der erste Abend von HaWeLaLit – Haus Wenge Lanstrop Literatur – im Jahr 2026 war schon länger komplett ausgebucht. In Zusammenarbeit mit den Verlegern Elke Neumann und Georg Nies vom Dortmunder OCM-Verlag konnte der Wengeverein Dr. Frank Brandstätter, Zoodirektor in Dortmund, als Vortragenden gewinnen.

Dr. Brandstätter begeisterte schon im vergangenen Jahr, als Moderator beim LeseEsel Projekt „Kann Niesen demokratisch sein?“, die Wengegäste. Dabei kam dann auch schnell der Wunsch auf, mal einen Solo-Abend mit dem Dortmunder Zoodirektor zu erleben.

Seit 20 Jahren befasst sich der promovierte Zoologe bereits mit den Tieren in der Bibel. In seinem Buch „…und Gott schuf die Tiere“ nimmt er Bibelpassagen, mit zoologischen Bezügen, akribisch unter die Lupe und zeigt auf, wie präzise die Autoren der Heiligen Schrift in ihren Beschreibungen der Fauna eigentlich waren…wenn man sie nur richtig deuten kann.

Wenn in Exodus 4 sich also bei Moses ein Stab in eine Schlange und zurück verwandelt, dann ist das, mit Bezug auf die Sinai-Halbinsel, genau das Verhalten einer Mimese – also Tarnung -, die man nur der Forskalschen Sandrennnatter zuordnen kann.

In humorvoller und spannender Weise lieferte er im kleinen Wengesaal viele weitere Fakten über die Lebensweise der Tiere und klärte auch auf, warum die Kamele tatsächlich nicht durch das Nadelöhr gehen durften oder wie das eigentlich mit den Tieren in der Weihnachtsgeschichte zu deuten ist.

Freude bereitete Dr. Brandstätter die Begegnung mit Wengemitglied Kerstin Schröder, die, vor seiner Zeit als Dortmunder Zoodirektor, dort als erste weibliche Auszubildende im Berufsbild der Tierpflege eingestellt wurde und dazu auch einige Fotos mitgebracht hatte.

Matthias Hüppe, verantwortlich für die Literatur in Haus Wenge, war am Ende auch begeistert: “So humorvoll und spannend mit Fakten einen Saal zu unterhalten und das völlig ohne Vorlage oder Skript, muss man erst einmal schaffen. Das war einfach ein toller Abend. Warum die Kaulitzbrüder für „Wetten dass“ engagieren, wenn es Dr. Brandstätter gibt?  Unser Dank gilt insbesondere auch dem OCM-Verlag, der uns durch einige Lesungen im letzten Jahr zu einem guten Wengefreund geworden ist.“