Unter dem Titel „Über Menschen und Verhältnisse – 100 Jahre Max von der Grün“ hatte die Fritz Hüser Gesellschaft zur Matinee in die Stadt- und Landesbibliothek – die ja passenderweise am Max-von-der-Grün-Platz liegt -eingeladen. Viele Gruppierungen der Dortmunder Stadtgesellschaft, darunter auch der Haus Wenge Lanstrop e. V., arbeiten seit Monaten eng zusammen, um diesen besonderen Geburtstag des Dortmunder Autors Max von der Grün durch ein buntes Jahresprogramm zu feiern.

Die Stadt- und Landesbibliothek zum Beispiel hat dies zum Anlass genommen, die Besucher mit auf eine Zeitreise durch das Wirken des Autors zu nehmen, indem in einer Reihe von Vitrinen Bilder, Bücher und private Unterlagen von Max von der Grün spannend präsentiert werden.

So sieht man u.a. auf einem Bild Max von der Grün, zusammen mit Alt-Bürgermeister Günter Samtlebe – der in diesem Jahr auch 100 Jahr alt geworden wäre – bei der Auszeichnung zum Pfeifenraucher des Jahres.


Nach der Begrüßung durch die „Hausherrin“ Dr. Astrid Blome, erfolgte das Grußwort durch die Schirmherrin Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW (unten im Bild) und von Bürgermeisterin Britta Gövert, in Vertretung von Oberbürgermeister Alexander Kalouti.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch Verena Volkmar an der Harfe. Die Würdigung des Autors erfolgte durch Dr. Helen Wagner von der Fritz Hüser Gesellschaft e. V. und Dr. Iuditha Balint vom Fritz Hüser Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt.
Mit gleich zwei Texten, humorvoll vorgetragen vom Dortmunder Lyriker Thorsten Trelenberg, konnten die zahlreichen Gäste eintauchen in die Gedankenwelt von Max von Grün und auch ein Stück teilhaben an dem Beginn seiner Karriere als weltweit geachteter Schriftsteller.
Unter dem Titel „Ich sehe immer nur Menschen“ moderierte der Dortmunder Kämmerer und Kultur-Dezernent Jörg Stüdemann eine Podiumsrunde mit der Autorin und Weggefährtin von Max von der Grün, Jutta Richter, Rita von der Grün, der Tochter des Autors, „Ostfriesenkiller“ Klaus-Peter Wolf, sowie Dr. Antonia Villinger. Viel Beifall gab es dabei für die Einschätzung, dass das Buch „Wie war das eigentlich? Kindheit und Jugend im Dritten Reich“ in der heutigen Zeit eigentlich Pflichtlektüre an Schulen sein müsste.
Aber natürlich kam auch das Thema „Vorstadtkrokodile“ nicht zu kurz. Klaus-Peter Wolf beschrieb in seinen kleinen Anekdoten die gemeinsame Reise zu einem Friedensfest nach Moskau auf Einladung von Michail Gorbatschow.

Die wunderbare, stimmungsvolle Veranstaltung endete dann mit vielen Gesprächen und Erinnerungen an einen außergewöhnlichen Schriftsteller und Menschen. Hier Ministerin Ina Brandes (links) mit Jenny von der Grün.
Klaus-Peter Wolf (links) und Matthias Hüppe, der für den Wengeverein die Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr koordiniert, nahmen dabei symbolisch Max von der Grün in ihre Mitte.

Hier die Termine zum Jubiläumsjahr in Haus Wenge:
Kalender – Haus Wenge Lanstrop e. V.
- 02. Mai, Vernissage zur Bilderausstellung „Erzählte Stadt“
- 09. Juni, Lesung: Ein Max von der Grün Abend mit Jutta Richter & Levent Aktoprak
- 14. Juli, Lesung: Ein Max von der Grün Abend mit Thorsten Trelenberg & Michael Bereckis















