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Von der Wabe ins Glas – Der erste Wengehonig wurde geerntet

HAUS WENGE Lanstrop e.V.

Der erste Wengehonig zahlt auch auf das ökologische Satzungsziel des Haus Wenge Lanstrop e. V.  ein.

Im letzten Jahr führte die Kooperation des Haus Wenge Lanstrop Vereins und des Imkervereins Dortmund-Kurl dazu, dass zwei Bienenvölker an Haus Wenge ein Zuhause fanden. Nicol Wulle und Achim Feierabend, beides Hobbyimker und auch im Vorstand des Wengevereins aktiv, hatten diese Idee und betreuen seit dieser Zeit – zusammen mit dem ersten Vorsitzenden des Imkervereins Stefan Zellmer (Bildmitte) –  die Bienenvölker vor Ort. Denn da muss immer wieder regelmäßig kontrolliert und geprüft werden.

Nicht erst seit dem Bestseller „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde ist klar, welch wichtige Rolle Insekten und insbesondere Bienen in der Natur spielen. Das sich die Bienen am Rande von Haus Wenge und mitten im Wengepark wohl fühlen, wurde jetzt bei der ersten Honigernte deutlich.

Wer wollte, konnte dabei sein und gleichzeitig auch viel von den drei Imkern lernen.

Wie lange lebt eine Bienenkönigin? Wie viele Kilometer fliegt eigentlich eine Biene am Tag?  Mit viel Geduld und Sachverstand wurden alle Fragen beantwortet, denn bisher hatte von der Helfergruppe noch nie jemand die Gelegenheit gehabt, Bienen so hautnah zu erleben, eine Bienenkönigin zu sehen oder den Weg von der Wabe im Bienenstock bis ins Glas zu begleiten. Auf dem Bild unten sieht man direkt auf dem Finger die Königin mit dem blauen Markierungspunkt. Gut 2000 Eier legt sie übrigens jeden Tag und das über ca. 5 Jahre.

Zunächst mussten, mit einer speziellen Gabel, alle Waben „entdeckelt“ – also vorsichtig vom Bienenwachs –  befreit werden. Den Wachs selber kann man natürlich auch verwenden.

Danach wurden die Waben von Hand mit einer Zentrifuge geschleudert, um den Honig herauszulösen. Da zog schon ein unwiderstehlicher Duft durch Haus Wenge und auch so mancher Finger nutzte die Gelegenheit, den ersten Wengehonig direkt mal aus der Wabe zu probieren.

Auch der kleine Mattis, der mit seinem Papa Christian vorbeischaute, war beeindruckt und das freute die Imker besonders. „Es geht uns bei diesem gemeinsamen Projekt an Haus Wenge nicht nur um die Honigernte, sondern auch darum, dass wir hier die Möglichkeit haben, Kindern hautnah ein außergewöhnliches Naturerlebnis zu ermöglichen. Auch um damit ein wenig die ökologischen Zusammenhänge einfach zu erklären“, meinte Nicol Wulle dazu.

Am Ende standen fast 50 Kilogramm Honig, der jetzt noch etwas lagern und dabei immer wieder umgerührt werden muss, bis er in 2 – 3 Wochen in die Gläser und in den Verkauf an Haus Wenge kommt. Nicol Wulle hat dazu schon ein wunderschönes Etikett – selbstverständlich mit Haus Wenge – entwickelt. „Natürlich – Regional – Ehrlich“ heißt es da.

Am Ende durften sich auch alle fleißigen Unterstützer über ein Probeglas des ersten Wengehonigs freuen. Den wird man sicherlich am Frühstückstisch mit einem besonderen Gefühl genießen.

Bilder Dirk Reischl/Matthias Hüppe

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