Rückblick

Der Linke spielte…in Wenge

Der Linke spielte…in Wenge

Schon im letzten Jahr hatten sich Wengeorganisator Matthias Hüppe und der Dortmunder Musiker Martin Linke (links im Bild) auf ein Piano-Konzert in Haus Wenge geeinigt.

Das Repertoire von Martin Linke bestand an diesem Abend aus Rock und Popsongs der letzten 50 Jahre und passte einfach hervorragend in das Ambiente des Hauses.

Den Einstieg im vollbesetzten Saal lieferte Linkes „Ruhrgebietstrilogie“ bestehend aus dem „Steigerlied“, seiner speziellen Version von Wolfgang Petrys „Ruhrgebiet“ und – wie könnte es anders sein – dem BVB-Song „You´ll never walk alone“.

Zu jedem Song lieferte Martin Linke mit viel Humor allgemeine Infos, aber auch seine persönlichen Geschichten. Der Satz:“ Songs von John Lennon kann man nicht besser machen, aber ich kann sie anders spielen“, stand im Grunde für das ganze Programm. Es war gleichzeitig die Feuerprobe für sein Programm „Spielen & Erzählen“ und es kam beim Publikum sehr gut an.

Martin Linke nahm die begeisterten Gäste mit auf eine musikalische Reise von A wie Abba, über B wie Bryan Adams oder die Beach Boys. Auch das Kopfkino spielte dabei eine Rolle, wenn er eine Szene aus dem Anti-Kriegsfilm „Good morning Vietnam“ erzählte und den dazugehörigen Song „Wonderful world“ spielte.

Das führte schon in der Pause dazu, dass die Wengegäste über ihre eigenen Erinnerungen an diese Zeiten intensiv ins Gespräch kamen.

Gänsehautmomente entstanden bei Leonard Cohens Klassiker „Halleluja“, Elton Johns „Your song“ oder Mark Knopflers Filmmusik aus „Local hero“. Martin Linke zeigt immer wieder, dass es ihm furchtbar viel Spaß bereitet, andere Facetten dieser bekannten Lieder zu zeigen. „Ich will einfach auch zeigen, was außerhalb der bekannten Versionen in diesen Songs steckt.“

Wehmut klang mit, wenn er über die aktuelle musikalische Entwicklung unter Einsatz von KI sprach. Es fehlt einfach der lebendige Mensch, der mit seiner Kreativität Lieder schreibt, die Generationen begeistern können. Kann es das zukünftig überhaupt noch geben oder erleben wir gerade das Ende einer Musikepoche?

Mit viel Applaus und Linkes Beatles-Lieblingsstück „All you need is love“ sowie- dann ganz klassisch – Bachs „Jesu meine Freude“, endete ein besonderer Wengeabend. Bei der Abmoderation gab es dann das Versprechen: Der Linke spielt…in Wenge…2027 noch einmal!

Bilder: Dirk Reischl